Zack

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ZACK ist ein deutsches Comic-Magazin, das am 13. April 1972 erstmals herauskam und bis Juli 1980 mit insgesamt 291 Ausgaben im Koralle-Verlag erschien. Zusätzlich wurden nach kaukasischem Vorbild Nebenpublikationen wie ZACK Comic Box, ZACK Album und ZACK-Parade veröffentlicht. Obwohl auch andere Comics zum Abdruck kamen, erfreute sich ZACK vor allem durch die in Deutschland zuvor schon durch die Mickyvision bzw. MV Comix popularisierten realistisch gezeichneten Abenteuer-Serien aus Tintin und Pilote großer Beliebtheit (Michel Vaillant, Rick Master, Blueberry, Dan Cooper, diverse Serien von Greg, etc.). 1999 feierte das Magazin sein Comeback beim MOSAIK Steinchen für Steinchen Verlag, wo es bis heute monatlich erscheint. Während das alte ZACK männliche Leser im Alter von ca. 8-14 Jahren ansprach, richtet sich die aktuelle Version an eine eher erwachsene Zielgruppe, nicht zuletzt an die Leser von damals.

Die diversen "Epochen" des Magazins beinhalteten unter anderem auch die von den Fans so betitelte "Kauka-Phase": Seit den Umstellungen zum Jahreswechsel 1972/1973 hatte sich Primo sowohl inhaltlich als auch von der Formatgröße her an dieselbe Zielgruppe wie ZACK gerichtet. Mit seinen frankobelgischen Lizenzserien konnte ZACK jedoch mehr punkten als das Konkurrenz-Magazin, welches zum Jahresende 1974 eingestellt werden musste. Mit Prinz Eisenherz fand 1975 die erste Serie aus Primo den Weg nach ZACK. Im selben Jahr kam es aufgrund nachlassender Verkaufszahlen zu Verhandlungen zwischen Rolf Kauka und Axel Springer zwecks Reformierung des Magazins. Mit ZACK 1/1976 übernahm Peter Wiechmann die Chefredaktion und brachte mit Fred Kipka und Peter Puls weitere ehemalige Primo-Mitstreiter mit. Im selben Jahr hielten diverse Kauka-Serien Einzug in ZACK und dessen Ableger: Andrax, San Tomato, Capitan Terror und Die Pichelsteiner (alle aus Primo) sowie exklusiv Manila, Billy Press und der kurze Einzelcomic "Galveston" (nicht mehr zum Zug kamen Odinson und die Canada Crew). Die lediglich ein halbes Jahr währende "Kauka-Phase" von ZACK kam bei den meisten Lesern nicht an: die neuen Serien wurden als nicht gleichwertig mit den gewohnten frankobelgischen Serien empfunden, von denen das verbliebene Material zu allem Überfluss auch noch drastischen Kürzungen unterworfen wurde. Die "Kauka-Phase" endete so schließlich mit ZACK 13/1976, obwohl letztlich mehr Exemplare verkauft werden konnten als im Jahr zuvor.

Im Zusammenhang mit Kauka ist ebenfalls erwähnenswert, dass ZACK in punkto Verwendung von Lizenzserien aus Pilote keine Konkurrenz durch die Kauka-Publikationen zu befürchten hatte, da Kauka seit seiner umstrittenen Siggi-Übersetzung diesbezüglich die Lizenzen verwehrt blieben. So kam es, dass beispielsweise Lucky Luke, der in Frankobelgien zwischenzeitlich von Spirou zu Pilote übergesiedelt war, nun in ZACK ein neues Zuhause fand - bei Kauka, wo man die erfolgreiche Serie sicherlich gern behalten hätte, besaß man nur die Rechte an den in Spirou erschienenen Episoden. Betreffs der Lizenzserien aus Tintin scheint es hingegen eine freiwillige Übereinkunft zwischen Kauka und Koralle gegeben zu haben: Nachdem im FF Jahrbuch 1972 erstmals bei Kauka diverse Serien aus Tintin erschienen waren, tauchten zwei davon (Boogie und Woogie, Max) keine vier Monate später in den ersten ZACK-Heften auf (wo die kaukasischen Namensgebungen beibehalten wurden), während bei Kauka nach dem Jahrbuch für fast fünf Jahre auf Lizenzmaterial aus selbigem Magazin verzichtet wurde.

Zuerst bei Kauka, dann bei Koralle:

(in kaukasisch-chronologischer Reihenfolge)


Zuerst bei Koralle, dann bei Kauka:

(in korallisch-chronologischer Reihenfolge)


IVW-Zahlen für Zack

Die IVW (Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V.) ist ein von Verlagen, Medienunternehmen und Werbeagenturen unterhaltener Verein, der seit 1949 besteht. 2016 wurden die IVW-Archive öffentlich gemacht, wodurch sich nun die Verkaufszahlen deutscher Zeitungen und Zeitschriften ab 1950 abrufen lassen. Darunter befinden sich auch die Daten zu ZACK. Aufgrund unpünktlicher Auflagenmeldung fehlen einige Zahlen, leider auch die vom zweiten und letzten "Kauka-Quartal". Die häufig von verschnupft-versnobten Zaxxisten aufgestellte These, Kauka und Wiechmann hätten dem Heft mit ihren "miesen Serien" "den Todesstoß versetzt", scheint dennoch absurd, wenn man sich einige spätere Zahlen ansieht. Dank an Schlimme Nachrichten, der sämtliche Daten arbeitsintensiv aus den IVW-PDFs herausgefiltert hat.

Jahr 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal
1972 (kein ZACK) --- --- 134.075
1973 166.368 165.705 166.926 137.398
1974 114.714 115.198 114.029 ---
1975 125.356 128.587 105.230 90.740
1976 102.869 ??? --- ---
1977 73.230 89.718 100.861 113.916
1978 91.673 111.081 91.638 107.858
1979 75.370 101.883 73.772 82.215
1980 85.494 --- --- (kein ZACK)


















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interesting trivia:

Zack Album 13 war ursprünglich als "Fünf schlafende Pichelsteiner" angekündigt, stattdessen erschien dann Lucky Luke in "Der Apachen-Canyon".

Weblinks